Was machen Katzen, wenn sie allein zu Hause sind?

Wenn Katzen allein zu Hause sind, schlafen oder ruhen sie häufig. Sie erkunden auch ihre Umgebung, klettern, putzen sich oder spielen. Wie sich eine Katze verhält, wenn ihre Bezugsperson weg ist, hängt von der Katze und ihrem Alltag ab.

Das FELIX-Video „Racker allein daheim“ zeigt auf unterhaltsame Weise, was einige gefilmte Katzen zu Hause tun. Es zeigt aber nicht das Verhalten aller Katzen. Bei der eigenen Katze zählen ihre Gewohnheiten und mögliche Veränderungen.

Was die FELIX-Aufnahmen zeigen

Für die Kampagne filmte FELIX 2016 Katzen in Deutschland und Österreich. Ein späterer Ergebnisbericht nennt 32 Haushalte mit 56 Katzen. In der Auswertung stand Schlafen an erster Stelle, Entspannen an zweiter. Danach folgten Klettern, Rennen und Springen, Strecken, Fellpflege sowie Spielen und Raufen.

Ein österreichischer Bericht zur Kampagne gab an, dass 57 Prozent der gefilmten Zeit auf Schlafen und ungefähr ein Fünftel auf Entspannen entfielen. Diese Zahlen beziehen sich nur auf die FELIX-Auswertung. Die veröffentlichten Angaben erklären nicht ausführlich, wie die Aufnahmen ausgewählt und die Verhaltensweisen gezählt wurden. Deshalb lassen sich die Prozentwerte nicht auf alle Hauskatzen übertragen.

Auch die einzelnen Szenen zeigen, wie unterschiedlich Katzen im selben Haushalt sein können. In einem dokumentierten Beispiel schliefen und putzten sich die Katzen Mogli und Shiva, sprangen und spielten aber auch. Sie nutzten den Esstisch und suchten gelegentlich dieselben Lieblingsplätze auf. Das zeigt den Alltag dieser beiden Katzen, sagt aber nicht, dass andere Katzen sich genauso verhalten.

Was eine Studie zu allein gelassenen Katzen zeigt

Eine wissenschaftliche Beobachtungsstudie untersuchte 14 einzeln gehaltene Katzen zu Hause. Die Forschenden verglichen Situationen, in denen die Katzen 30 Minuten beziehungsweise vier Stunden allein waren. Während die Katzen allein waren, verhielten sie sich in den erfassten Zeitabschnitten ähnlich, egal ob sie 30 Minuten oder vier Stunden allein waren. Während der vierstündigen Abwesenheit ruhten die Katzen in den erfassten Zeitfenstern häufiger.

Bei der Rückkehr zeigten sich Unterschiede: Nach vier Stunden schnurrten die Katzen mehr und streckten sich stärker. Auch die Halter sprachen bei ihrer Rückkehr häufiger mit den Katzen. Die Katzen reagierten nach längerer Trennung also stärker auf die Rückkehr ihrer Halter.

Die Studie umfasste nur wenige Katzen und erfasste ihr Verhalten nicht durchgehend. In 29,2 Prozent des aufgenommenen Materials waren die Katzen nicht auf dem Kamerabild zu sehen. Außerdem untersuchte sie einzeln gehaltene Katzen. Ihre Ergebnisse lassen sich daher nicht ohne Weiteres auf Mehrkatzenhaushalte oder jede Lebenssituation übertragen.

Woran Sie Stress erkennen

Ruhen oder Schlafen während Ihrer Abwesenheit ist für sich genommen kein Beweis für Stress. Aussagekräftiger ist, ob sich das Verhalten Ihrer Katze verändert. Auffälliges Miauen, Zerstören, Unsauberkeit, übermäßiges Putzen oder Fressunlust während längerer Abwesenheiten können auf ein Problem hinweisen. Solche Anzeichen haben allerdings nicht automatisch dieselbe Ursache.

Achten Sie darauf, wann das Verhalten begonnen hat. Beobachten Sie, wie oft es auftritt und wie lange es anhält. Berücksichtigen Sie auch Änderungen im Tagesablauf und in der Umgebung. Eine Kamera kann zeigen, was Sie während Ihrer Abwesenheit nicht beobachten können. Einzelne Aufnahmen reichen jedoch nicht, um sicher festzustellen, ob eine Katze gestresst ist.

Wenn auffälliges Verhalten anhält, häufiger wird oder sich deutlich verändert, besprechen Sie es mit einer Tierärztin oder einem Tierarzt. Eine Tierärztin oder ein Tierarzt kann prüfen, ob gesundheitliche Ursachen oder Verhaltensprobleme dahinterstecken. Deuten Sie Unsauberkeit oder zerstörte Gegenstände nicht als absichtliche Rache.

So bereiten Sie Ihre Katze auf Ihre Abwesenheit vor

Sorgen Sie im Alltag für Bewegung, Beschäftigung, Kontakt und Ruhe. Spiel und Beschäftigung vor dem Weggehen können den Alltag abwechslungsreicher machen. Eine verlässliche Routine hilft vielen Katzen, sich auf wiederkehrende Abläufe einzustellen. Welche Beschäftigung passt, hängt von der Katze ab: Manche Katzen erkunden gern erhöhte Plätze, andere beschäftigen sich lieber mit Spielzeug oder suchen die Nähe ihrer Bezugsperson.

Um die Gewohnheiten Ihrer Katze besser zu verstehen, beobachten Sie sie mehrere Tage lang. Notieren Sie, wann Sie weggehen, wann Sie zurückkommen und ob sich das Fressverhalten, die Fellpflege, die Laute oder das Toilettenverhalten Ihrer Katze verändern. So fällt eher auf, ob ein Verhalten neu ist oder schon lange zum Alltag gehört.

Aus den Untersuchungen lässt sich keine verlässliche Höchstdauer ableiten, die für alle Katzen gilt. Bei Jungtieren, kranken Katzen oder längeren Abwesenheiten sollte die Betreuung deshalb nach dem individuellen Bedarf geplant werden. Fragen Sie bei Unsicherheit eine Tierärztin oder einen Tierarzt.

Biogasanlage im Kleinformat selber bauen

Eine kleine Biogasanlage zersetzt organische Abfälle ohne Sauerstoff. Dabei entstehen Biogas und ein nährstoffreicher Gärrest, also das Material, das nach der Vergärung übrig bleibt. Für zu Hause gibt es zwei Möglichkeiten: ein kurzer Versuch, der die Gasbildung zeigt, oder eine Anlage, die Gas speichert und zum Kochen nutzt.

Den Versuch können Sie als Lernprojekt bauen. Zum Speichern und Verbrennen des Gases brauchen Sie ein dafür ausgelegtes, abgestimmtes System. Eine Flasche mit Ballon ist kein sicherer Bauplan für eine Kochgasanlage und liefert nicht verlässlich genug Brennstoff.

Was eine Mini-Anlage leistet

Mikroorganismen bauen organisches Material ab, wenn kein Sauerstoff hinzukommt. Das entstehende Biogas besteht vor allem aus Methan und Kohlendioxid. Laut Umweltbundesamt liegt der Methananteil je nach Ausgangsmaterial typischerweise bei 50 bis 75 Prozent. Der verbleibende Gärrest enthält Nährstoffe.

Eine Kleinanlage eignet sich vor allem, um organische Abfälle vor Ort zu verwerten und unter passenden Bedingungen etwas Kochgas zu erzeugen. Für die Beheizung eines Hauses reicht die Leistung kleiner Haushaltssysteme in der Regel nicht. Biogas enthält zwar Energie: Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe nennt als allgemeinen Richtwert 5,0 bis 7,5 Kilowattstunden pro Kubikmeter. Daraus lässt sich nicht ablesen, wie viel Energie eine konkrete Anlage für den Haushalt liefert. Der Ertrag hängt unter anderem von Anlage, Futter und Temperatur ab.

Versuch oder Gasanlage?

Für einen Unterrichts- oder Lernversuch beschreibt die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe eine einfache Beobachtungsanlage mit einer 0,75-Liter-Flasche. Hinzu kommen Küchenreste, Erde, warmes Wasser und ein Ballon. Nach einigen Tagen lässt sich beobachten, dass Gas entsteht. Beim Versuch können Gerüche entstehen. Entleeren Sie die Flasche nach kurzer Zeit. Der Versuch belegt nicht, dass das Gas zum Verbrennen geeignet ist. Auch die sichere Vergrößerung der Konstruktion ist damit nicht belegt.

Eine Anlage für den regelmäßigen Betrieb braucht dagegen einen Fermenter, in dem das Material vergärt, sowie ein passendes System zum Auffangen und Ableiten des Gases. Dazu gehören aufeinander abgestimmte Leitungen, Ventile und Druckschutz; je nach Ausführung kommen Filter und ein geeigneter Brenner hinzu. Diese Teile sind wichtig für den sicheren Betrieb. Wer Gas nutzen möchte, sollte ein komplettes System mit klaren Herstellerangaben wählen, statt Leitungen und Bauteile beliebig zusammenzustellen.

Futter und Temperatur

Welche organischen Abfälle als Futter in den Fermenter dürfen, hängt vom Modell ab. Die Hersteller nennen dafür unterschiedliche Küchenabfälle und andere Materialien. Auch die Inbetriebnahme kann eine geeignete Startmischung erfordern. Prüfen Sie deshalb die Betriebsanleitung Ihres Systems und übernehmen Sie keine allgemeine Futterliste aus einem anderen Modell.

Die Temperatur beeinflusst, wie aktiv die Mikroorganismen sind. Die Angaben unterscheiden sich je nach Anlage: HomeBiogas nennt für sein Modell eine Betriebstemperatur über 18 Grad Celsius. Bclever gibt für sein System einen Bereich von 20 bis 40 Grad Celsius an und nennt 35 bis 40 Grad als Voraussetzung für die angegebene Maximalleistung. Diese Werte gelten jeweils für die genannten Modelle und beschreiben keine allgemeinen Grenzwerte für Kleinanlagen. An einem kalten Standort sinkt die Gasproduktion; im Winter kann eine Anlage deshalb deutlich weniger leisten oder pausieren.

Gasproduktion realistisch einschätzen

Die veröffentlichten Leistungsangaben für kleine Anlagen unterscheiden sich stark. Sie sind Hersteller- oder Produktangaben und keine Garantie für den Ertrag am eigenen Standort.

Beispiel Veröffentlichte Angabe Einordnung
HomeBiogas 2 Bis zu 4 Liter Küchenabfälle plus dieselbe Menge Wasser täglich; bis zu zwei Stunden Kochen an einem Einzelbrenner Herstellerangabe für dieses Modell; die Betriebstemperatur soll über 18 Grad Celsius liegen.
Bclever Bis zu 60 Kilogramm organisches Material und bis zu 3.000 Liter Biogas täglich Angegebene Maximalwerte für ein System mit 4.500-Liter-Fermenter bei 35 bis 40 Grad Celsius.
Kleinanlagen allgemein Meist eher zum Kochen als zum Heizen gedacht Verbraucherinformationen nennen diese Nutzung als typische Größenordnung, nicht als Leistungsgarantie für jedes Produkt.

Die beiden Produktbeispiele unterscheiden sich stark in Größe und Futterbedarf. Vergleichen Sie daher nicht nur die beworbene Gasmenge. Fragen Sie, welche Menge und Art von Material die Anlage täglich benötigt. Prüfen Sie außerdem, bei welcher Temperatur die Angabe gilt. Klären Sie auch, ob ein passender Brenner enthalten ist. Eine Einspeisung ins Gasnetz erfordert zusätzliche Aufbereitung und Verdichtung und ist mit einer kleinen Gartenanlage nicht einfach umzusetzen.

Sicherheit beim Gasbetrieb

Biogas ist brennbar. In Verbindung mit Luft kann Biogas eine explosive Atmosphäre bilden. Austretendes Gas verdrängt außerdem Sauerstoff. Biogas kann auch Schwefelwasserstoff enthalten, ein giftiges Gas. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin nennt typische Konzentrationen von 100 bis 4.000 ppm, also Teilen pro Million. Ab etwa 100 ppm kann der Geruchssinn beeinträchtigt sein. Der Geruch ist deshalb kein verlässlicher Warnmelder.

Stellen Sie eine gasführende Anlage nicht in einem geschlossenen Raum auf. Wählen Sie einen gut belüfteten Standort im Freien und halten Sie Zündquellen fern. Prüfen Sie Lecks niemals mit einer Flamme und verlassen Sie sich nicht auf den Geruch. Öffnen oder verändern Sie gasführende Teile nur nach den Herstellerangaben und mit der nötigen Fachkenntnis. Ein selbstgebauter Filter macht eine improvisierte Anlage nicht automatisch sicher.

Platz, Kosten und Pflege

Auch eine kleine Anlage braucht ausreichend Platz und eine regelmäßige Versorgung mit geeignetem Material. Die Pflege richtet sich nach den Herstellerangaben. Bei Außenaufstellung spielt zudem die Temperatur eine Rolle. Überlegen Sie vor dem Kauf, ob Sie dauerhaft genügend geeignete Küchen- oder andere Bioabfälle haben und ob der Standort für Fermenter, Gasbehälter und Leitungen passt.

Die genannten Preise sind nur grob vergleichbar. Verbraucherinformationen nennen für Mini-Anlagen eine Spanne von etwa 600 bis 2.500 Euro. Für ein konkretes Bclever-System mit 4.500-Liter-Fermenter wird ein Preis von 2.099,90 Euro angegeben. Eine gewerbliche DIY-Seite nennt 200 bis 800 Euro für Material, weist damit aber keinen geprüften Gesamtpreis einer sicheren, betriebsbereiten Anlage nach. Werkzeug und Schutzmaßnahmen sind darin nicht automatisch enthalten. Das gilt ebenso für Wartung und mögliche Kosten für eine Temperaturführung. Aus solchen Angaben lässt sich nicht verlässlich berechnen, wie lange es dauert, bis sich die Anlage bezahlt macht.

Standort und Genehmigung prüfen

Die pauschale Aussage, dass jede kleine Biogasanlage in Deutschland genehmigungsfrei ist, reicht für Ihre Planung nicht aus. Das Umweltbundesamt nennt Schwellenwerte, ab denen bestimmte größere Biogasanlagen unter Regelungen des Bundes-Immissionsschutzrechts fallen. Diese Schwellenwerte sagen jedoch nicht, welche örtlichen Bau-, Wasser- und Nutzungsvorschriften oder andere Vorgaben für eine konkrete Anlage gelten.

Klären Sie den Standort vor dem Aufbau mit der örtlichen Bauaufsicht und den zuständigen Stellen, besonders wenn die Anlage fest installiert wird, Gas speichert oder einen Brenner versorgt. Fragen Sie auch den Hersteller, welche Standortbedingungen und Sicherheitsabstände für das gewählte Modell gelten.

Gärrest im Garten nutzen

Der Gärrest kann Nährstoffe enthalten und in passenden Fällen als Dünger dienen. Ob er für den eigenen Garten geeignet ist, hängt jedoch davon ab, was in den Fermenter gelangt ist und wie der Reststoff gehandhabt wurde. Verwenden Sie ihn nur entsprechend den Angaben des Anlagenherstellers und berücksichtigen Sie mögliche örtliche Vorgaben. Eine pauschale Zusage, dass jeder selbst erzeugte Gärrest unbedenklich ist, wäre nicht gerechtfertigt.

Gebrauchte Tanks für den Hof: Darauf sollten Sie achten

Ein gebrauchter Tank für den Hof ist günstig, wenn Größe, Material und Zustand zum geplanten Einsatz passen. Es gibt fest aufgestellte Dieseltanks, mobile Tanks sowie Edelstahltanks für Milch oder Wasser. Ein Tank, der für einen Stoff gedacht ist, eignet sich nicht automatisch für andere Stoffe.

Der Kaufpreis zeigt nicht, was der Tank insgesamt kostet. Rechnen Sie auch mit möglichen Kosten für Prüfungen, Transport und Aufstellung. Wichtig sind außerdem die Vorgeschichte des Tanks und seine Sicherheitseinrichtungen. Einzelne Anzeigen zeigen nicht, dass der Gebrauchtmarkt insgesamt wächst.

Erst den Einsatzzweck klären

Legen Sie vor der Suche fest, welcher Stoff in den Tank soll und wie Sie ihn nutzen. Für einen fest aufgestellten Dieseltank gelten andere Anforderungen als für einen Tank, den Sie auf der Straße transportieren. Auch für Flüssigdünger, Wasser und Milch braucht der Tank jeweils passende Materialien und Ausstattungen.

Fragen Sie deshalb nach Hersteller, Modell und vorherigem Inhalt. Ein Kunststofftank oder ein Tank aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) ist nicht automatisch geeignet, nur weil er außen unbeschädigt aussieht. Ist die Kennzeichnung unklar, fragen Sie vor dem Kauf beim Hersteller oder bei einer Prüfstelle nach, ob das Material für den vorgesehenen Stoff geeignet ist.

Für Milchtanks gelten zusätzliche Hygieneanforderungen. Flächen, die mit Milch in Berührung kommen, müssen geeignet, glatt und reinigbar sein. Auch Kühlung und Rührwerk gehören zur Prüfung. Kontrollieren Sie außerdem Temperaturüberwachung und Reinigungseinrichtung. Nach EU-Hygienevorschriften muss Rohmilch bei täglicher Abholung sofort auf höchstens 8 °C gekühlt werden, bei nicht täglicher Abholung auf höchstens 6 °C.

Tankzustand prüfen

Eine saubere Außenhaut belegt nicht, dass ein Tank dicht und technisch einwandfrei ist. Rost kann sich am Boden oder an den Stellen bilden, auf denen der Tank steht. Diese Bereiche sind bei einer Besichtigung oft schwer zu sehen. Lack kann Reparaturen oder Rost verdecken. Prüfen Sie daher auch Schweißnähte und Anschlüsse. Kontrollieren Sie außerdem Ventile und die Bereiche unter Isolierungen.

Achten Sie bei Kunststoff- und GFK-Tanks auf Risse, Verformungen und unklare Reparaturstellen. Fragen Sie, was zuvor im Tank gelagert wurde und ob es Schäden oder Umbauten gab. Lassen Sie eine Fachkraft den Innenraum prüfen. Steigen Sie nicht selbst in den Tank. Enge Behälter können gefährlich sein.

Prüfen Sie bei einer mobilen Tankanlage auch das Typenschild und die Wandstärke. Kontrollieren Sie, ob die Leckanzeige ein Leck meldet und die Überfüllsicherung verhindert, dass der Tank zu voll wird. Je nach Ausführung gehören auch Pumpe, Schlauch, Zapfpistole und Öffnungen für die Gabeln eines Gabelstaplers zur Kontrolle. Lassen Sie zweifelhafte oder sicherheitsrelevante Teile vor dem Kauf von einem Fachbetrieb beurteilen.

Tankunterlagen und Ausstattung prüfen

Bitten Sie um die Bedienungsanleitung. Fragen Sie außerdem nach Prüf- und Wartungsberichten sowie Unterlagen zu früheren Reparaturen. Auf dem Typenschild sollten Hersteller, Modell und Tankgröße klar erkennbar sein. Fehlt das Schild oder stimmen seine Angaben nicht mit dem Angebot überein, klären Sie vor dem Kauf, wie der Tank gebaut ist und wofür er vorgesehen ist.

Prüfen Sie, ob die Ausstattung zu Ihrer Nutzung passt. Eine Pumpe, ein Füllstandsanzeiger oder eine Leckanzeige helfen nur, wenn sie funktionieren und für den Tank vorgesehen sind. Klären Sie bei einem mobilen Tank außerdem, ob er für den geplanten Transport zugelassen ist und welche Prüf- und Verwendungsnachweise nötig sind. Die Anforderungen hängen von Tankart und Einsatz ab.

Vorschriften hängen vom Standort ab

Für Anlagen mit wassergefährdenden Stoffen gelten in Deutschland Anforderungen der Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen, kurz AwSV. Ob Sie die Anlage melden, prüfen lassen oder Arbeiten einem Fachbetrieb überlassen müssen, hängt unter anderem vom Stoff und von der Bauart ab. Auch die Risikostufe und der Standort spielen eine Rolle. In einem Wasser- oder Überschwemmungsschutzgebiet gelten teilweise andere Vorgaben als außerhalb solcher Gebiete.

Für bestimmte Anlagen verlangt die AwSV eine Prüfung vor der Inbetriebnahme oder nach größeren Änderungen. Außerdem sind regelmäßige Prüfungen vorgeschrieben. Die Fristen hängen von der Anlage und ihrem Standort ab. Auch Meldepflichten und Arbeiten durch Fachbetriebe gelten nicht für jeden Hoftank. Klären Sie die Anforderungen deshalb vor dem Kauf mit der zuständigen Wasserbehörde oder einem qualifizierten Fachbetrieb.

Für einen mobilen Tank, mit dem Sie gefährliche Güter auf der Straße transportieren, können zusätzlich Gefahrgutvorschriften gelten. Für einen fest aufgestellten Hoftank gelten rechtlich nicht automatisch dieselben Regeln wie für einen Transporttank. Wenn Sie den Tank bewegen wollen, prüfen Sie die Zulassungs- und Prüfunterlagen für genau diesen Tanktyp.

Gesamtkosten vergleichen

Rechnen Sie neben dem Kaufpreis mit Kosten für Abholung und Transport. Auch Abladen, Aufstellung und Reinigung verursachen Kosten. Hinzu kommen Anschlüsse, Prüfungen und Reparaturen. Ein niedriger Kaufpreis lohnt sich nicht, wenn Sie die Pumpe austauschen, die Anlage anpassen oder einen Mangel beheben lassen müssen.

Einzelne Anzeigen eignen sich nur bedingt zum Preisvergleich, weil sich Tankgröße, Baujahr, Material, Zustand, Ausstattung und Standort unterscheiden. Außerdem entsprechen Angebotspreise nicht unbedingt den Preisen, zu denen Tanks verkauft werden. Vergleichen Sie deshalb nur Tanks mit ähnlichem Einsatzzweck und ähnlicher Ausstattung. Lassen Sie sich für erkennbare Mängel einen Kostenvoranschlag geben.

Tank vor dem Kauf prüfen

Prüfen Sie vor dem Kauf die folgenden Punkte und klären Sie offene Fragen, bevor Sie sich entscheiden.

  • Einsatz festlegen: Welcher Stoff soll hinein, und bleibt der Tank stehen oder wird er transportiert?
  • Identität prüfen: Stimmen Typenschild, Herstellerangaben, Modell und Fassungsvermögen?
  • Vorgeschichte erfragen: Was wurde gelagert, gab es Reparaturen oder längere Stillstandszeiten?
  • Zustand beurteilen lassen: Sind Boden, Schweißnähte, Anschlüsse und Sicherheitseinrichtungen intakt?
  • Unterlagen anfordern: Gibt es Bedienungsanleitung, Prüfberichte und Nachweise zu Reparaturen?
  • Standort klären: Welche Anzeige- und Prüfpflichten gelten am geplanten Aufstellort?
  • Kosten addieren: Sind Transport, Aufstellung, Prüfung und nötige Reparaturen eingerechnet?

Was macht ein Katzenpsychologe?

Bei Unsauberkeit, Rückzug oder Streit mit anderen Katzen hilft eine Katzenverhaltensberaterin oder ein Katzenverhaltensberater, oft auch Katzenpsychologe genannt. Die Fachperson sucht nach möglichen Gründen für das Verhalten und schaut sich an, wie die Katze lebt. Gemeinsam mit den Halterinnen und Haltern plant sie passende Änderungen im Alltag.

Eine Verhaltensberatung ersetzt keine tierärztliche Untersuchung: Schmerzen und Krankheiten verändern das Verhalten. Bei neuen oder auffälligen Problemen sollte zuerst eine Tierarztpraxis gesundheitliche Ursachen abklären.

So läuft die Beratung ab

Am Anfang steht ein ausführliches Gespräch. Die Fachperson lässt sich schildern, was die Katze tut. Sie fragt auch, seit wann das Verhalten auftritt und in welchen Situationen. Auch Veränderungen im Haushalt, der Tagesablauf, die Vorgeschichte und bekannte Gesundheitsprobleme gehören dazu. Je genauer Sie beschreiben, was Ihnen aufgefallen ist, desto besser kann die Fachperson die Situation einschätzen.

Anschließend betrachtet die Fachperson die Katze und ihr Umfeld. Sie achtet etwa auf Rückzugsorte und Toiletten. Außerdem betrachtet sie Futter- und Wasserplätze, Kratzmöglichkeiten sowie das Zusammenleben mit Menschen oder anderen Tieren. Ein Hausbesuch erleichtert den Blick auf die Wohnung. Bei einer Online-Beratung können Videos und eine Skizze der Räume helfen.

Auf dieser Grundlage erstellt die Fachperson einen Plan, der zur Katze und zum Haushalt passt. Er kann Veränderungen in der Wohnung, neue Abläufe, mehr passende Beschäftigung oder Training umfassen, bei dem erwünschtes Verhalten belohnt wird. Bei Folgeterminen besprechen Halter und Fachperson, was sich verändert hat und welche Schritte angepasst werden sollten. Wie schnell sich ein Problem bessert, ist unterschiedlich. Eine seriöse Beratung verspricht keinen sicheren Erfolg.

Katzenprobleme, bei denen Beratung hilft

Typische Anliegen sind Unsauberkeit, Kratzen an Möbeln, Angst, Rückzug, Aggression und häufiges Miauen. Auch nächtliche Unruhe, übermäßiges Putzen oder Schwierigkeiten beim Zusammenführen von Katzen können Anlass für eine Beratung sein.

Manches Verhalten belastet den Haushalt, gehört aber zum normalen Verhalten einer Katze. Kratzen, Jagen und Aktivität in der Nacht sind Beispiele dafür. Die Beratung soll herausfinden, was hinter dem konkreten Verhalten steckt und wie Halter damit umgehen können. Kratzmöglichkeiten an passenden Stellen oder besser verteilte Beschäftigung können etwa helfen, die Umgebung an die Bedürfnisse der Katze anzupassen.

In Haushalten mit mehreren Katzen zeigen sich Spannungen nicht immer in Kämpfen. Auch Starren, Ausweichen oder das Blockieren eines Durchgangs können Hinweise sein. Internationale Leitlinien zu Spannungen zwischen Katzen fassen Umfragen zusammen, in denen viele Halter solche Anzeichen meldeten. Die Zahlen sind keine repräsentative Erhebung für Deutschland, zeigen aber, dass Konflikte leicht übersehen werden.

Was Halter im Alltag ändern

Empfehlungen betreffen häufig die Umgebung und den Tagesablauf. Katzen brauchen sichere Rückzugsorte, Möglichkeiten zum Klettern und Spielen sowie Zugang zu wichtigen Ressourcen wie Futter, Wasser und Toiletten. In einem Mehrkatzenhaushalt hilft es, Konkurrenz und Engpässe zu verringern, zum Beispiel indem wichtige Plätze nicht an einer einzigen Stelle liegen.

Auch der Umgang mit der Katze kann Teil des Plans sein. Die Fachperson kann zeigen, wie Halter erwünschtes Verhalten belohnen und eine Katze schrittweise an Dinge oder Situationen gewöhnen, auf die sie reagiert. Strafe, Schmerzen oder Angstreize sind keine sinnvolle Grundlage für eine Verhaltensänderung und können Angst und Konflikte verschärfen. Die Halterinnen und Halter setzen die meisten Empfehlungen im Alltag um.

Wann zuerst die Tierarztpraxis hilft

Eine plötzliche Verhaltensänderung gehört zunächst tierärztlich abgeklärt. Das gilt etwa, wenn eine Katze plötzlich unsauber wird, sich auffällig zurückzieht oder aggressiver reagiert. Solche Veränderungen können mit Schmerzen oder anderen gesundheitlichen Problemen zusammenhängen. Eine Verhaltensfachperson kann die medizinische Untersuchung nicht ersetzen.

Katzenverhaltensberaterinnen und -berater konzentrieren sich auf Verhalten, Haltung und Alltag. Verhaltenstierärztinnen und -tierärzte können zusätzlich den Gesundheitszustand medizinisch beurteilen und eine Behandlung in die Verhaltensarbeit einbeziehen. Je nach Fall arbeiten beide Fachrichtungen zusammen.

Qualifikation sorgfältig prüfen

Der Titel „Katzenpsychologe“ steht nicht für eine einheitliche Ausbildung. Die Ausbildungswege und Berufsbezeichnungen sind unterschiedlich. Fragen Sie daher nach der Ausbildung, der praktischen Erfahrung mit Katzen und regelmäßigen Fortbildungen. Lassen Sie sich außerdem erklären, welche Methoden die Fachperson nutzt und wann sie eine Tierarztpraxis einbezieht.

Besprechen Sie vorab den Ablauf und die Kosten. Fragen Sie auch nach möglichen Folgeterminen und den Grenzen der Beratung. Seien Sie vorsichtig, wenn jemand eine Erfolgsgarantie gibt oder pauschale Lösungen für jedes Katzenproblem verspricht. Eine gute Beratung berücksichtigt die konkrete Katze, ihre Gesundheit und die Bedingungen im Haushalt.

So bereiten Sie sich vor

Vor dem Termin hilft es, Beobachtungen festzuhalten. Notieren Sie den Beginn und Verlauf des Verhaltens, typische Situationen und mögliche Auslöser. Legen Sie außerdem Informationen zu Veränderungen im Haushalt und vorhandene tierärztliche Befunde bereit. Kurze Videos können die Einschätzung ergänzen, wenn sie sich gefahrlos aufnehmen lassen. Zeichnen Sie Toiletten, Futterplätze und Rückzugsorte in eine Skizze der Wohnung ein. Das erleichtert die Einschätzung des Umfelds.

Futterkalk in der Tierfütterung: Dosierung und Nutzen

Futterkalk liefert Calcium, meist in Form von Calciumcarbonat. Du gibst ihn zum Futter, wenn die übrigen Futtermittel den Calciumbedarf des Tieres nicht decken. Eine feste Tagesmenge gibt es weder für Kühe noch für Schweine: Sie hängt von der Tierart und Lebensphase ab. Auch Futteraufnahme, weitere Calciumquellen und das Produkt spielen eine Rolle.

Bei Milchkühen hängt der Bedarf davon ab, ob sie vor oder nach der Kalbung stehen. Bei Schweinen spielt die Mastphase eine Rolle, bei Legehennen die Legezeit. Prüfe zuerst, wie viel Calcium das Tier mit dem gesamten Futter aufnimmt. Berechne danach die nötige Futterkalkmenge.

Calciumgehalt und Körnung von Futterkalk

Calcium ist ein Baustein von Knochen und Zähnen. Es unterstützt außerdem die Muskelarbeit und die Weitergabe von Signalen über die Nerven. Legehennen benötigen Calcium zusätzlich für die Eierschale. Futterkalk liefert gezielt Calcium. Das Tier braucht daneben auch eine ausgewogene Versorgung mit weiteren Mineralstoffen.

Der Calciumgehalt hängt vom Produkt ab. Ein Herstellerdatenblatt nennt für Calciumcarbonat-Futterkalk beispielsweise 32 bis 36 Prozent Calcium. Damit liefern 100 Gramm dieses Produkts rechnerisch 32 bis 36 Gramm Calcium. Das ist eine Angabe zum Produktgehalt, keine Fütterungsempfehlung. Prüfe daher die Deklaration des Kalks, den du verwendest.

Auch die Körnung zählt. Fein gemahlener Kalk steht schneller zur Verfügung. Gröbere Partikel lösen sich langsamer auf. Bei Legehennen kann grober Kalk dadurch später am Tag und während der nächtlichen Eischalenbildung Calcium bereitstellen.

Warum die Dosis von der Ration abhängt

Die passende Kalkmenge hängt davon ab, wie viel Calcium das Tier schon über Grundfutter, Alleinfutter und Mineralfutter aufnimmt. Futtermenge und Lebensphase spielen ebenfalls eine Rolle. Eine Angabe in Gramm Futterkalk lässt sich deshalb nicht direkt mit einer Angabe wie „Gramm Calcium je Kilogramm Futter“ vergleichen: Die erste nennt die Menge des Produkts, die zweite den Calciumgehalt im Futter.

Herstellerangaben zeigen, wie stark die Werte auseinanderliegen können. Ein Produktdatenblatt nennt als Orientierungswerte 40 bis 180 Gramm Futterkalk je Rind und Tag sowie 15 bis 80 Gramm je Schwein und Tag. Für Geflügel führt dasselbe Blatt 8 Prozent der Gesamtration auf. Die Angaben gelten für das jeweilige Produkt. Sie reichen nicht aus, um daraus eine allgemeine Dosierung für jede Ration oder Tiergruppe abzuleiten. Die Geflügelangabe ist zudem nicht mit dem Calciumanteil einer Legehennenration gleichzusetzen.

Milchkühe brauchen eine angepasste Versorgung

Bei laktierenden Kühen hängt der Calciumbedarf unter anderem von Milchleistung und Futteraufnahme ab. Der Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen nennt für Kühe der zweiten Laktation ab dem 60. Laktationstag Calciumgehalte von 3,9 bis 6,3 Gramm je Kilogramm Trockenmasse. Die Trockenmasse bezeichnet den Futteranteil ohne Wasser. Die Werte beziehen sich auf den Calciumgehalt der gesamten Ration, nicht auf die Menge Futterkalk.

Vor dem Abkalben wird die Kuh anders gefüttert. Laut hessischer Beratung soll sie in der Trockenstehzeit weniger Calcium bekommen, um das Milchfieberrisiko zu senken. Eine zusätzliche Kalkgabe, die bei einer laktierenden Kuh sinnvoll sein kann, passt daher nicht automatisch zu einer Kuh kurz vor dem Abkalben. Lass die Ration für diese Phase gesondert berechnen.

Schweine brauchen Calcium und Phosphor

Bei Schweinen müssen Calcium und Phosphor gemeinsam betrachtet werden. Der Bedarf hängt unter anderem von Gewicht und Mastphase ab. Ein Futtermittelhersteller nennt für Mastschweine Calciumgehalte von 7,0 Gramm je Kilogramm Futter in der Vormast, 6,0 Gramm in der Mittelmast und 5,5 Gramm in der Endmast. Für tragende Sauen nennt er 6,0 Gramm je Kilogramm Futter. Das sind Werte für Calcium im Futter und keine Mengen Futterkalk pro Tier.

Zu viel Calcium oder ein ungünstiges Verhältnis von Calcium zu Phosphor kann die Versorgung mit anderen Mineralstoffen beeinträchtigen. Ein Bericht des Hessischen Landeslabors beschreibt einen Betrieb, in dem das untersuchte Schweinefutter deutlich mehr Calcium enthielt als in den dort herangezogenen Empfehlungen vorgesehen. Bei betroffenen Tieren stellte man Knochenveränderungen fest. Die Beobachtung stammt aus einem einzelnen Betrieb und belegt nicht, dass es in anderen Betrieben genauso läuft. Sie zeigt aber, warum eine zusätzliche Kalkgabe riskant ist, wenn du den Gehalt im Mineralfutter und die Phosphorversorgung nicht prüfst.

Legehennen brauchen passende Körnungen

Während der Legeperiode steigt der Calciumanteil im Futter. Für die dort beschriebenen Fütterungsphasen nennt das Netzwerk Fokus Tierwohl 0,9 bis 1 Prozent vor Legebeginn. Im Vorlegefutter beträgt der Wert 2 bis 2,5 Prozent, im Alleinfutter während der Legeperiode 3,5 bis 4 Prozent. Diese Prozentwerte beschreiben den Calciumgehalt der Ration, nicht den Anteil Futterkalk. Laut Quelle sollte der Kalkanteil außerdem höchstens 4,2 Prozent betragen, weil ein hoher Calciumanteil die Futteraufnahme beeinträchtigen kann.

Für Legehennen sollte die Kalkstruktur zur Legephase passen. Fokus Tierwohl empfiehlt im Verlauf der Legeperiode einen steigenden Anteil grober Partikel. Eine zusätzliche Gabe von 1 bis 3 Gramm zerkleinerten Muschelschalen je Henne und Tag wird dort ab der 40. Lebenswoche empfohlen. Die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft nennt in ihrem Merkblatt von September 2023 ebenfalls 1 bis 3 Gramm Futterkalk oder Austernschalen je Henne und Tag, dort ab der 35. Lebenswoche. Die Empfehlungen stammen aus verschiedenen Quellen. Leite daraus keine einheitliche Altersgrenze ab.

So ermitteln Sie die passende Menge

Berechne die Menge anhand des gesamten Futters; eine pauschale Tagesdosis ist dafür kein geeigneter Ausgangspunkt. Berücksichtige alle Futtermittel und Mineralstoffquellen und prüfe die angegebenen Nährstoffgehalte. Berücksichtige auch die Lebensphase des Tieres: Bei Kühen zählen etwa Laktationsstadium und Milchleistung, bei Schweinen Gewicht und Mastphase, bei Hennen Legephase und Futteraufnahme.

Vergleiche danach den errechneten Bedarf mit der Calciumaufnahme aus dem vorhandenen Futter. Um zu berechnen, wie viel Futterkalk fehlt, brauchst du den Calciumgehalt des Produkts. Stimme die Zugabe auch auf die Phosphorversorgung und die übrigen Mineralstoffe ab. Lass bei Milchkühen rund um die Kalbung, auffälliger Eierschalenqualität oder Knochen- und Bewegungsproblemen eine Fachberatung die Ration prüfen.

Brandungsangeln an der Nordsee

Beim Brandungsangeln wirfst du den Köder vom Strand aus ins Meer und hältst ihn mit Blei und einer Montage am Meeresboden. Für den Einstieg eignen sich Flunder und Scholle. Ob Fische beißen und wo du angeln darfst, hängt vom Strand ab. Auch Wetter und Wasserstand spielen eine Rolle, ebenso die örtlichen Regeln.

Geeignete Einstiegsplätze sind die Westküste Sylts, offene Strände der Ostfriesischen Inseln und ausgewählte Bereiche auf Amrum. Prüfe vor der Anreise, ob Angeln erlaubt ist und Schutz- oder Badezonen den Zugang einschränken.

Welche Fische beißen

Plattfische sind typische Ziele beim Angeln vom Nordseestrand. Wattwurm und Seeringelwurm sind dafür geeignete Naturköder; auch Fischstreifen kommen als Köder infrage. Die Montage hält den Köder am Meeresboden. Bisse erkennst du an Bewegungen der Rutenspitze oder Schnur.

Je nach Ort und Jahreszeit kommen weitere Arten infrage. Auf Sylt nennt die örtliche Tourismusinformation neben Schollen auch Makrelen und Hornhechte, besonders für Sommerabende an der Westküste. Die Angaben dienen als Orientierung für Sylt. Sie garantieren keinen Fang und sagen nicht verlässlich voraus, wann diese Arten an anderen Nordseeorten beißen.

Welche Ausrüstung passt

Eine Brandungsrute muss kräftig genug sein, um das Blei und die Montage sicher auszuwerfen. Für den Einstieg eignet sich zum Beispiel eine etwa 3,90 Meter lange Rute mit 120 bis 200 Gramm Wurfgewicht. Das Wurfgewicht bezeichnet den Gewichtsbereich, für den die Rute beim Auswerfen ausgelegt ist. Eine große Rolle der Größe 8000 bis 10.000 passt dazu. Als Beispiel eignen sich eine 0,35 Millimeter starke monofile Hauptschnur und eine stärkere Schlagschnur. Die Schlagschnur ist das verstärkte Schnurstück vor der Montage, das beim Wurf hohe Belastung abfängt.

Eine einfache Montage für Plattfische ist ein Paternoster mit zwei Haken. Dabei hängen die beköderten Haken an kurzen Seitenarmen über dem Blei. Ein Beispielaufbau verwendet etwa 160 Gramm Blei. Die 160 Gramm passen nicht zu jeder Rute. Blei und Wurfgewicht müssen zusammenpassen, und die Angabe auf der Rute darfst du nie überschreiten. Strömung und Seegang beeinflussen, welches Blei die Montage am Grund hält.

Nimm eine Rutenstütze und Ersatzmontagen mit. Hakenlöser und ein geeignetes Maßband gehören ebenfalls ins Gepäck. Prüfe vor dem Angeln, welche Haken und Köder vor Ort zulässig sind. Beginne mit Wattwurm oder Seeringelwurm und passe die Montage an die Bedingungen an, statt ohne Anlass besonders weit auszuwerfen.

Wo du an der Nordsee angeln kannst

An Sylts Westküste gibt die örtliche Tourismusinformation einen konkreten Startpunkt. Sie nennt dort Plattfische sowie saisonal Makrelen und Hornhechte. Die Empfehlung bezieht sich auf die Küste der Insel, nicht auf jeden Strandabschnitt. Badebereiche und örtliche Einschränkungen bleiben zu beachten.

An offenen Stränden und Landspitzen der Ostfriesischen Inseln, die zur See zeigen, kannst du Plattfische angeln. Auf Amrum werden unter anderem Strandbereiche bei Wittdün, Norddorf und Süddorf sowie der Kniepsand als Angelgebiete genannt. Nutze diese Ortsangaben als erste Orientierung. Kläre vor Ort, ob der jeweilige Abschnitt zugänglich ist und ob Schutzgebiete oder saisonale Regeln das Angeln ausschließen.

Häfen und Molen, etwa im Raum Cuxhaven oder an der Außenmole in Wilhelmshaven, sind Alternativen zum offenen Strand. Dort gelten andere Bedingungen als beim klassischen Brandungsangeln. Informiere dich vor dem Angeln über Zugang, Absperrungen und lokale Verbote.

Gezeiten und Watt beachten

Prüfe vor dem Aufbruch den örtlichen Gezeitenstand und die Wettervorhersage. Sieh dir auch den Zustand des Strandes an. An der Nordsee verändern Wasserstand und Strömung die Bedingungen am Angelplatz. Es gibt keine Uhrzeit, die für alle Küstenabschnitte passt. Richte dich nach örtlichen Gezeitentafeln und Hinweisen.

Angeln vom sicheren Strand ist etwas anderes als Waten durchs Watt. Geh nicht leichtfertig auf die Wattflächen hinaus, um einen besseren Wurfplatz zu erreichen. Priele sind natürliche Wasserläufe im Watt. Wenn das Wasser mit der Flut steigt, füllen sie sich und können den Rückweg versperren. Die Nationalparkverwaltung rät, nicht allein ins Watt zu gehen und Priele nicht zu queren. Wer das Gelände und die Gezeiten nicht kennt, sollte auf eine Wattwanderung verzichten und vom sicheren Ufer aus angeln.

Erlaubnis und Schutzgebiete

Die Vorschriften unterscheiden sich in Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Sie hängen außerdem vom Gewässer und vom Schutzgebiet ab. In Schleswig-Holstein brauchst du grundsätzlich einen gültigen Fischereischein und musst die Fischereiabgabe entrichten. Für die Küstenfischerei ist im Allgemeinen keine zusätzliche Erlaubnis für ein einzelnes Gewässer nötig; es gibt Ausnahmen. Auf Sylt gelten die Anforderungen des Landes Schleswig-Holstein. Für Urlaubsgäste ist dort ein zeitlich begrenzter Fischereischein vorgesehen, dessen aktuelle Bedingungen du vor der Reise prüfen solltest.

Auch im Nationalpark Wattenmeer gelten besondere Regeln. In Schleswig-Holstein ist Angeln in Küstennähe grundsätzlich möglich, ausgewiesene Brut- und Rastgebiete in Salzwiesen sind davon ausgenommen. In Niedersachsen ist Angeln in bestimmten Zonen erlaubt. In der Ruhezone ist es nur in bestimmten Bereichen und auf ausgewiesenen Zugangswegen möglich. Prüfe die geltenden Regeln für den konkreten Ort bei der zuständigen Fischereibehörde oder Nationalparkverwaltung. Verlasse dich bei Mindestmaßen, Schonzeiten und Fangbeschränkungen nicht auf pauschale Angaben für die ganze Nordseeküste.

Vor dem ersten Wurf

Prüfe vor der Fahrt, ob der Angelplatz zugänglich ist und welche Erlaubnis dort gilt. Informiere dich außerdem darüber, wie Wetter und Gezeiten ausfallen. Packe eine zur Rute passende Montage ein. Maßband und Hakenlöser gehören ebenfalls dazu. Nimm außerdem einen Behälter für gebrauchte Schnur und Verpackungen mit. Lass keinen Angelmüll am Strand zurück.