Biogasanlage selber bauen: Das sollten Sie wissen

Seit 2012 werden Biogas-Kleinanlagen durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) mit einer eigenständigen Vergütungsstufe gefördert. Sie sind für das Vergären von Gülle und anderen betriebseigenen Substraten vorgesehen. Die Vorteile dieser Kleinanlagen liegen auf der Hand: wenig Geruchsbelästigung, kurze Transportwege und eine maximale Wärmenutzung direkt auf dem Hof oder in der engeren Nachbarschaft.

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Allerdings sind die von verschiedenen Anlagenherstellern angebotenen Komplettlösungen oft relativ teuer. Bei einigen Angeboten ist zudem nur die Anlagentechnik enthalten, während Fahrsilos und andere Bauten separat erworben werden müssen. Deshalb entscheiden sich viele Landwirte für eine günstigere Alternative, indem sie sich eine Biogasanlage selber bauen.

Einfachere Genehmigungsverfahren – leichter zu reparieren

Wer sich entschließt, seine Biogasanlage selber zu bauen, hat es aufgrund der geringeren Anlagengröße im Baugenehmigungsverfahren meist wesentlich einfacher als derjenige, der eine große Anlage plant. Doch auch während des Betriebs bieten selbst errichtete Kleinanlagen Vorteile. Denn Reparaturen, die früher oder später bei jeder Anlage notwendig werden, lassen sich dann leichter und kostengünstiger ausführen. Steckt der Fermenter beispielsweise zu zwei Dritteln im Boden und ist das Rührwerk etwa einen halben Meter oberhalb der Bodenoberfläche seitlich durch die Wand montiert worden, dann lässt sich das Rührwerk bei Bedarf leicht austauschen. Es muss lediglich herausgezogen werden, und dazu ist weder der Einsatz einer Hebebühne noch das Ablassen des Behälterinhalts notwendig.

Anfallende Biogasgärreste können später als Düngemittel verwendet werden. Mit dem Stickstoffstabilisator Vizura® von BASF kann der darin enthaltene Ammonium-Stickstoff im Boden für mehrere Wochen stabilisiert und dessen Aufnahmefähigkeit für die Pflanzen verbessert werden.

Von Erfahrungen anderer profitieren

Falls Sie sich Ihre eigene Biogasanlage installieren möchten, können Sie einen Eigenbau also durchaus als kostengünstige Alternative zu einem Komplettangebot in Erwägung ziehen. Hören Sie sich zuvor jedoch am besten ein wenig um und fragen Sie andere Nutzer solcher Anlagen nach deren Erfahrungen. So bekommen Sie wertvolle Tipps, die Sie bei der Auswahl der Komponenten und bei der Konzeption Ihrer eigenen Anlage berücksichtigen können.

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