Pferdeinfluenza – Symptome, Behandlung, Prophylaxe

Pferdeinfluenza, auch Pferdegrippe genannt, ist eine Erkrankung der oberen und unteren Atemwege bei Pferden. Die Krankheit ist hoch ansteckend. Influenzaviren verbreiten sich durch Tröpfcheninfektion über die Luft und können andere Tier im Umkreis von 40 m erreichen.

Symptome

Der Verlauf ist ähnlich wie bei anderen Grippeerkrankungen. Neben kräftigen Hustenanfällen, die zunächst trocken und später mit Ausfluss verlaufen, leiden die betroffenen Pferde an Appetitlosigkeit, Lethargie, Nasenausfluss und schmerzenden Lymphknoten. Ebenfalls typisch ist hohes Fieber bis 42°C, das schubweise auftritt.

Behandlung

Wurde Influenza diagnostiziert, steht zunächst die absolute Schonung des Pferdes im Fokus. Auch nach Abklingen der Symptome sollte das Tier sechs Wochen nur mäßig gearbeitet werden. Sportpferde erlangen erst nach etwa drei Monaten ihren vorherigen Leistungsstand zurück. Gegen das hohe Fieber können entzündungshemmende Medikamente gegeben werden. Eine Antibiotikabehandlung hilft bei bakteriellen Sekundärinfektionen. Um den Hustenreiz zu lindern und das Schlucken zu erleichtern, sollte das Heu eingeweicht werden. Appetitlosen Pferden kann man lauwarmes Mash anbieten.

Prophylaxe durch Impfung

Das größte Problem bei Pferdeinfluenza ist die hohe Ansteckungsgefahr. Innerhalb eines Stalles sind im Krankheitsverlauf oft viele Pferde betroffen. Treffen auf Sportveranstaltungen, Reitsportmessen und ähnlichen Veranstaltungen rund ums Pferd viele Tiere aufeinander, breitet sich die Krankheit rasend schnell aus. Eine korrekte Impfung ist die einzig wirksame Prophylaxe. Daher besteht für Turnierpferde nicht nur eine Impfempfehlung, sondern laut der Deutschen Reiterlichen Vereinigung FN eine Impfpflicht. Nach einer Grundimmunisierung, die schon im Fohlenalter stattfinden sollte, wird die Impfung bei Turnierpferden halbjährlich aufgefrischt. Mehr Informationen dazu auch bei zoetis.

Gefahr für Menschen

Pferdeinfluenza ist für Menschen absolut ungefährlich. Dennoch sollten auch Zweibeiner im Umgang mit infizierten Pferden besonders auf Hygiene achten. Denn der Mensch kann den Virus von einem Pferd auf ein anderes übertragen.

Bild: Bigstockphoto.com / accept

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